Auf dieser Seite können Sie sich fortlaufend über die Ergebnisse des Projekts "Klimawirksamkeit der Elektromobilität" informieren. Hierfür besteht die Möglichkeit, verschiedene Szenarien für Deutschland auf Basis eines Szenarien-Generators zu analysieren und zu vergleichen. Zusätzlich erhalten Sie einen Vergleich zu Importen von synthetischen, regenerativen Flüssigkraftstoffen aus internationalen EE-Vorzugsregionen insbesondere für den Flug- und Seeverkehr.

Des Weiteren sind die zentralen Erkenntnisse anhand von Kernaussagen zusammengefasst.


Ziel des Projektes

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, die Emissionen des Energieversorgungssystems drastisch zu reduzieren. Der Verkehrssektor ist derzeit für 18% dieser Emissionen verantwortlich und damit sowie insbesondere vor dem Hintergrund eines zum Teil steigenden Verkehrsaufkommens in der Verantwortung, einen Beitrag zu Emissionsreduktion zu leisten. Auf der einen Seite gibt es von wissenschaftlicher und politischer Seite hinsichtlich der Notwendigkeit einer breiten Elektrifizierung des Verkehrs Bedenken, bzw. es besteht eine große Streuung an Aussagen zum Grad der Elektrifizierung. Auf der anderen Seite müssen konkrete klimapolitische Ziele in Konsequenz auch auf den Verkehrssektor bezogen werden und neben den mittelfristigen Zielen (2030) auch eine langfristige Zielerreichung (Bandbreiten für 2050) möglich sein.

Theoretisch besteht im Verkehrsbereich die Option, innerhalb von 10 bis 15 Jahren den Hauptteil des Fahrzeugbestands mit hohen Fahrleistungen auszutauschen und damit auch bei einer langsamen Anfangsentwicklung der Elektromobilität langfristig (2050) noch hohe Ziele zu erreichen. Aus Klimasicht muss jedoch auch das Integral über die Emissionen bis 2050 berücksichtigt werden. Grundsätzliches Ziel muss die Etablierung von Technologien sein, die sowohl die Ziele 2030 erreichen bzw. ggf. übertreffen als auch für 2050 das untere Ziel (-80%) erreichen und das obere Ziel (-95%) nicht ausschließen. Zudem besteht neben der Austauschrate der Fahrzeuge und dem Durchdringungsgrad der Elektromobilität ein hoher Freiheitsgrad in der technischen und wirtschaftlichen Ausgestaltung der Elektromobilität (elektrischer Fahranteil, Flexibilität, ...) und den Rückkopplungen auf das Gesamtsystem (EE-Strombedarf, Speicherbedarf, Kraftwerksleistungsbedarf, Verhältnis Wind-PV, CO2-Vermeidung in den anderen Energiesektoren ...).

Dabei ist der brennstoffbasierte Hybridanteil (PHEV, REEV, OH-Lkw) auch Bestandteil der Elektromobilität und dessen optionale Bereitstellung durch PtX ein weitergehender Komplexitätsgrad der möglichen Entwicklung. Da die Option einer nationalen Erzeugung von PtG aus EE-Strom nachrangig zu einer direkten Stromnutzung z.B. in Elektrofahrzeugen zu sehen ist und dadurch eingeschränkt wird, kann die Erzeugung von PtX an globalen Vorzugsstandorten mit sehr hoher EE-Ressource und ohne direkte Konkurrenz zu einer direkten Stromnutzung ein höheres wirtschaftliches Potenzial aufweisen.

Ziel des Projektes ist es deshalb, eine wissenschaftliche Bewertung von möglichen Entwicklungen des Verkehrssektors und deren Rückkopplungen mit dem Energieversorgungssystem vorzunehmen.

Bericht des Vorläuferprojektes:

Hintergrund »

Interaktion EEStrom Wärme Verkehr Endbericht:

Hintergrund »

Analyse eines europäischen -95%-Klimazielszenarios über mehrere Wetterjahre. Teilbericht:

Hintergrund »

Mittel- und langfristige Potenziale von PtL- und H2-Importen aus internationalen EE-Vorzugsregionen.

Hintergrund »